Ein Zeltlager beginnt…

… mit dem Sichten des Zeltmaterials. Zumindest wenn man, wie wir in diesem Jahr, auf ein Bundeslager fährt, welches von einer tollen Lagermannschaft super vorbereitet wird und man sich „nur“ um seine eigene Teilnahme kümmern muss.

Am Samstag morgen trafen die Teilnehmer nach und nach beim Landesheim ein und wir versammelten uns zunächst im Aufenthaltsraum.

Nun ging es los mit Fragen. Was gehört zu einer Jurte, was zu einer Kothe. Welche Teile braucht man, wo ist der Vor- und Nachteil. Nebenbei wurden auch Fragen zum Bundeslager besprochen, wie sollen wir Dienste verteilen, wie wird der Ablauf des Lagers stattfinden.

Danach wurde unser Zeltmaterial-Lager durchforstet. Welche Planen wurden beim letzten Lager nicht ordentlich weggepackt? Welche waren in der falschen Kiste? Sind alle Heringe anwesend? Und ist genügend Seil vorhanden? Nach und nach entstanden so vier riesige Haufen schwarzen Stoffs im Schlafraum des bene partus und der Raum füllte sich mit wohligem Rauchgeruch – denn viele der Planen haben schon ein langes Lagerleben hinter sich und auch wenn sie den ganzen Winter in ihrer Kiste lagerten, so riechen sie dennoch nach vielen Abenteuern.

So konnten wir auchdas neue Material, welches wir dank einer Förderung der BASFI anschaffen konnten, um unvollständige Zelte zu komplettieren, hier hinzufügen und bis zum Bundeslager oder seinem kommenden Einsatz bei verschiedenen Veranstaltungen wird es genauso riechen wie das alte.

Zum Ende wurde eine Liste erstellt: Was fehlt? Was haben wir? Was muss bestellt werden? Was kann improvisiert werden?

Am Nachmittag wurde ein neuer Zeltofen ausprobiert, auf dem wir im Sommer zumindest die kleineren Töpfe erhitzen werden. Ein sogenannter Rocket-Stove, der wohl um die 70-80% Brennstoff sparen kann und damit ein wirksamer Beitrag für den Klimaschutz ist. Dieser wurde im Trial-and-Error Prinzip von den anwesenden Jugendlichen getestet und schließlich nicht nur erfolgreich in Betrieb genommen sondern auch das warme Essen darauf zubereitet.

Später wurde noch eine Kothe aufgebaut, wodurch unsere Jüngsten sich auch an den Späherpunkt „Kothe“ heranwagen konnten und zum Abschluß des Tages gab es ein großes Lagerfeuer mit Stockbrot.

Am Sonntag wurde gemeinsam aufgeräumt, noch einmal über das Bundeslager gesprochen und das Seminar am Mittag beendet.

Kommentare sind geschlossen.